| Tatort Paraguay |
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| Mittwoch, 8. Juni 2005 | |
| von Bernd Wegener | |
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Ihre Heimat sind die schwindenden Regenwälder Ostparaguays. Sie sind (waren) Waldnomaden. Die Paraguayer nennen sie Guayaki, was soviel wie „wilde Ratte“ bedeutet. Ihr Leben ist gezeichnet von Ethnozid und Genozid. Sie wurden gehetzt, mißhandelt, ermordet, gequält, zum Selbstmord getrieben. Der Staat hatte Prämien von 300 ... 500 Pesos ausgesetzt für jeden toten Aché. Die als Haussklaven geraubten und verkauften Kinder brachten 5 US-$ Gewinn / Stück. Die überlebenden gefangenen Erwachsenen starben „zu Haufe“ in winzigen, elenden Reservaten. Das Grauen, daß diesen Menschen widerfuhr, liegt kaum über 25 Jahre zurück. POGROM hatte 1977 fast eine ganze Ausgabe (Nr. 49) diesem Thema gewidmet.Heute sind die Achè wieder im Alarmzustand. Mit Pfeil und Langbogen sowie „Kriegsbemalung“ treten 90 ihrer Männer einem neuen Feind gegenüber, der ihr Land bedroht. 150 Angehörige der Organisation der Landlosen Bauern (FNC / Federacion National Campesinos) versuchen in das 8.000 ha große Achè-Gebiet der Colonia Chupapou, Curuguaty im Departamento Canideyu einzudringen. Es ist bereits das dritte Mal, daß versucht wird, den Indianern das gerade wieder gewonnene Land zu entreißen. Seit zwölf Jahren steht dieses Gebiet den Achè zu. Übertragen wurden Ihnen 1993 6.400 ha durch die staatliche Indianerbehörde INDI sowie1.600 ha Kirchenland. Der Führer der Achè Josè Mbepurangi sagt: „Wir sind bereit unser Land, unseren Wald zu verteidigen. Wir lassen kein Betreten durch Fremde zu. Wir werden sterben für diese Wälder, die uns zu Essen geben.“ Die Indianer haben sich an den Präsidenten gewandt, um die Bedrohung zu verhindern und fordern von INDI, daß die Behörde sich um die Belange der Achè kümmert, so daß sie in Ruhe dort weiter leben können. |
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Es gibt keinen Frieden für die Achè!